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einfach.gut.geschrieben. Die Buchkolumne von Ruth Urban

Buchkolumne Teil 2 - Heute: Carolin Emcke. Ja heißt ja ..., und


Über MeToo ist viel gesprochen, ja gefaselt worden. Intelligente Texte? Bisher Mangelware.

Da ich des Themas daher auch eher überdrüssig bin, griff ich nur zum Buch weil ich die Autorin so sehr schätze und mir einen etwas anderen Angang erwarte als das, was ich als Gezerre in Gazetten und an Berichterstattung zu Prozessen in der Presse lesen kann.


Dieser Text von Carolin Emcke beruht auf einem Bühnenprogramm, das im Dezember 2018 an der Schaubühne in Berlin Premiere hatte. Der schmale Band dazu ist dann 2019 bei Fischer erschienen.

Carolin Emcke öffnet mit dem Buch einen (Sprach-)Raum. Stellt Fragen, beleuchtet Nischen und seziert Wortlaute: Mal leicht und humorvoll, dann wieder toternst – aber nie oberflächlich und immer stilvoll zu lesen:
Wo begegnet uns das Thema im eigenen Leben? Finden wir die richtigen Worte dafür? Wo wird die Freiheit eingeschränkt ohne die Sexualität nicht denkbar ist? Wo werden Dinge nicht klar benannt und dadurch verheimlicht oder verharmlost? Und wo sparen wir besser mit Worten? Sie lotet den Raum aus zwischen Wahrheit und sexuellem Begehren, übergriffigen Handlungen und schwierigen Grenzen, Macht und Machtspielen. Obwohl für die Bühne als Monolog angelegt, eine wunderbare Einladung zum Dialog - -

erschienen im Fischerverlag:

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